

Warten kostet doppelt
Die meisten schauen nur auf eine Zahl: den Preis für die neuen Fenster. Und weil der hoch ist, schiebt man die Sache auf. Verständlich.
Nur laufen dabei zwei Dinge gleichzeitig gegen dich:
1. Die Anschaffung wird teurer. Material, Glas, Energie und Löhne steigen seit Jahren. Dazu Zölle und Lieferketten, die keiner vorhersagen kann. Der Fenstertausch wird nicht günstiger.
2. Die Heizkosten laufen weiter. Alte, undichte Fenster verlieren jeden Monat Wärme. Das Geld ist weg. Jeden Winter aufs Neue.
Kurz gesagt: Der Fensterpreis ist nur der kleinere Teil der Rechnung. Der größere steht auf deiner Heizkostenabrechnung.
Warum Fenster nicht billiger werden
Ein Fenster ist mehr als Rahmen und Glas. An vielen Stellen steckt Kostendruck drin:
- Rahmenmaterial – Kunststoff, Holz und Alu hängen an Rohstoff- und Energiepreisen.
- Glas – in der Herstellung sehr energieintensiv.
- Beschläge – bestehen aus Metall, auch da schwanken die Preise.
- Energie – für Produktion und Fertigung.
- Löhne – der Fachkräftemangel treibt Montage- und Handwerkskosten.
- Transport und Logistik – von den Lieferanten zu uns und vom Werk bis zu dir.
- Technische Anforderungen – an Energieeffizienz und Sicherheit.
- Lieferketten – Engpässe verteuern Material.
All das ist in den letzten Jahren teurer geworden. Und es schaut nicht danach aus, dass sich das bald ändert.
So haben sich die Preise entwickelt
Wir haben nachgeschaut, wie sich ein Standardfenster (1.000 × 1.300 mm) seit Mai 2024 verteuert hat. Alle Werte im Vergleich zu Mai 2024:
| Material | März 2025 | März 2026 | Mai 2026 |
|---|---|---|---|
| Fichte | + 3,0 % | + 6,5 % | + 11,1 % |
| Kunststoff weiß | + 2,6 % | + 8,4 % | + 12,7 % |
| Kunststoff/Alu | + 2,8 % | + 7,9 % | + 13,1 % |
Quelle: REKORD Fenster, interne Preisentwicklung Standardfenster 1.000 × 1.300 mm, Mai 2024 bis Mai 2026.
Was daran auffällt:
- In zwei Jahren bis zu 13,1 % teurer. Beim Kunststoff/Alu-Fenster. Und die Kurve wird steiler, nicht flacher.
- 2026 gab es zwei Erhöhungen. Im März und noch einmal im Mai. Allein von März 2025 bis Mai 2026 sind es rund 10 %.
- Auch das günstigste Material wird deutlich teurer. Kunststoff weiß liegt bei + 12,7 %. Warten hilft also ausgerechnet denen nicht, die aufs Budget schauen.
Fazit: Wer auf günstigere Fenster wartet, zahlt später mehr. Wer schon seit 2023 überlegt, zahlt bei unserem Beispielhaus heute rund 1.500 Euro mehr allein für die Fenster – und genau darauf baut die Rechnung weiter unten auf.
Die Förderung: Was gerade wirklich Sache ist
Das ist für viele der Grund zu warten. Deshalb schauen wir uns den Stand genau an.
Was passiert ist
Der Sanierungsbonus hat den Fenstertausch mit bis zu 5.000 Euro gefördert. Und zwar als Einzelbauteilsanierung (wenn du nur die Fenster getauscht hast und sonst nichts am Haus). Gedeckelt war das mit 30 % der Kosten. Am 2. Februar 2026 hat der Bund die Förderung gestoppt. Kurzfristig und ohne Vorankündigung.
Im Juli 2026 waren dann auch die Mittel für den Kesseltausch aufgebraucht. Damit wurde die Registrierung für die gesamte Sanierungsoffensive 2026 beendet. Insgesamt standen 360 Millionen Euro zur Verfügung, rund 53.000 Haushalte haben ihre Heizung getauscht.
Das heißt für heuer: Bis Ende 2026 gibt es keine neue Bundesförderung. Weder für Fenster noch für Heizungen. Das ist der aktuelle Stand.
Quelle: BMLUK, Aussendung vom 10.07.2026; Kommunalkredit Public Consulting (Sanierungsbonus, Stopp per 02.02.2026).
Was für 2027 geplant ist
Angekündigt ist bisher nur eine Absicht. Das Umweltministerium hat am 10. Juli 2026 mitgeteilt, dass die Sanierungsoffensive 2027 vorbereitet wird. Wieder mit 360 Millionen Euro.
Neu ist die Aufteilung. Erstmals gibt es getrennte Töpfe:
| Wofür | Budget 2027 |
|---|---|
| Thermisch-energetische Sanierung (alles, was Energie spart: Dämmung etc.) | 181 Mio. € |
| Heizkesseltausch (Umstieg auf eine neue Heizung) | 179 Mio. € |
Der Fenstertausch würde in den ersten Topf fallen. Immerhin kann das Geld für Fenster und Dämmung damit nicht mehr vom Heizungstausch aufgebraucht werden. Mehr lässt sich daraus aber nicht ableiten.
Quelle: BMLUK, Aussendung vom 10.07.2026.
Und jetzt das Aber
Vier Dinge sind offen:
1. Ob der Fenstertausch dabei ist. Die 181 Millionen gelten für die gesamte thermisch-energetische Sanierung (alle Maßnahmen, die Energie sparen). Also auch für die Dämmung von Fassade, Dach und Kellerdecke. Ob der Fenstertausch allein wieder förderfähig ist, ist derzeit nicht absehbar.
2. Wie gefördert wird. Angekündigt ist eine Umstellung auf einen Finanzierungszuschuss (eine Unterstützung bei der Finanzierung statt Geld aufs Konto). Ob es beim Direktzuschuss bleibt wie bisher, ist offen.
3. Ob du drankommst. 2026 waren die Mittel im Juli weg. Wer sich nicht rechtzeitig registriert hat, ist leer ausgegangen.
4. Wann es losgeht. Ein Starttermin ist nicht genannt. Solange die Bedingungen nicht feststehen, kannst du auch nicht planen.
Rechnet sich Warten auf 2027?
Rechnen wir es ehrlich durch. Bis eine Förderung 2027 bei dir ankommt, vergeht gut ein Jahr. Erst müssen die Bedingungen feststehen, dann folgen Antrag und Einbau.
Wie wir weiter unten vorrechnen, kostet dich jedes weitere Jahr warten rund 1.800 Euro. Bei anderthalb Jahren sind es etwa 2.700 Euro. Das kommt zu dem dazu, was dich das bisherige Warten schon gekostet hat. Dieses Geld ist weg, egal wie die Förderung dann ausschaut.
Damit sich das Warten auszahlt, müssten vier Dinge zusammenkommen: Die Förderung muss kommen. Sie muss den Fenstertausch umfassen. Sie muss ein Zuschuss sein. Und du musst sie rechtzeitig bekommen. Fällt eines davon aus, hast du umsonst gewartet.
Unsere ehrliche Einschätzung: Wenn deine Fenster alt und undicht sind, rechnet sich Warten nicht. Die höheren Heizkosten fressen die Förderung auf, bevor du sie überhaupt in der Hand hast.
Was es jetzt schon gibt
Landesförderungen. Die laufen unabhängig vom Bund und unterscheiden sich je nach Bundesland. Ein Blick lohnt sich in jedem Fall.
→ Förderungen und Zuschüsse für den Fenstertausch 2026
→ Sanierungsbonus 2026: gestoppt seit 02.02.2026
Was dich Warten bei den Heizkosten kostet

Das ist der Posten, den fast alle unterschätzen. Dabei ist er größer als die Preissteigerung bei den Fenstern.
Fenster aus den 70er- und 80er-Jahren – Einfachverglasung, Verbund- oder Kastenfenster – kommen beim Uw-Wert oft auf 4,5 bis 5,0 W/m²K. Moderne Kunststofffenster von REKORD liegen bei etwa 0,73 W/m²K. Also rund sechsmal besser.
Ein Einfamilienhaus hat typischerweise rund 20 m² Fensterfläche. Bei dieser Größe sparst du bis zu 700 Liter Heizöl pro Jahr. Bei einem österreichischen Heizölpreis von 1,40 bis 1,75 Euro pro Liter macht das 1.000 bis 1.200 Euro weniger Heizkosten. Jahr für Jahr.
Steckt bei dir Zweifach-Isolierglas aus den 90er-Jahren (Uw rund 2,8)? Dann sparst du rund 400 bis 450 Liter Heizöl im Jahr. Das sind 560 bis 790 Euro weniger Heizkosten. Ebenfalls Jahr für Jahr.
Und das Klima profitiert mit: Der CO₂-Ausstoß sinkt um rund 1.800 kg pro Jahr.
Quelle: klimaaktiv, Factsheet Fenstereinbau und Fenstertausch; Heizölpreise laut HeizOel24 und Arbeiterkammer Kärnten, Stand April 2026.
Annahmen: 20 m² Fensterfläche, Tausch von alter Einfachverglasung (Uw rund 4,5 W/m²K, typisch für Fenster aus den 70er- und 80er-Jahren) auf 0,73 W/m²K, Heizöl als Energieträger, durchschnittliches österreichisches Klima. Heizölpreis laut HeizOel24 und Arbeiterkammer Kärnten, Stand April 2026. Das deckt sich mit der ift-Studie weiter unten: Sie rechnet für alte Einfachglas-Fenster mit 270 bis 290 kWh Heizwärme pro Quadratmeter und Jahr. Stecken bei dir schon Zweifach-Isoliergläser aus den 90er-Jahren (Uw rund 2,8), liegt die Ersparnis bei rund 400 bis 450 Liter im Jahr. Heizt du mit einer Wärmepumpe, fällt die Ersparnis in Euro deutlich geringer aus.
→ Heizkosten sparen mit energieeffizienten Fenstern
Die Rechnung: Ein Einfamilienhaus mit 14 Fenstern
Jetzt legen wir beides zusammen. Unser Beispielhaus: ein Einfamilienhaus mit 14 Kunststofffenstern und rund 20 m² Fensterfläche. Also genau das Beispiel von oben.
Was gehört alles dazu?
Ein Fenstertausch besteht aus zwei Posten: dem Fenster und dem Einbau.
Das Fenster in Standardgröße liegt je nach Ausführung bei 540 bis 840 Euro.
Der Einbau kommt dazu. Was da drinsteckt:
- Demontage der alten Fenster
- Montage der neuen
- Entsorgung
- Abdeckleisten und Silikonfugen
- Lieferung
Für ein Standardfenster liegt das bei 240 bis 480 Euro. Kommen Extras dazu – Verputzen, Spachteln, Ausbessern der Laibung – wird es mehr.
Warum eine Spanne und keine fixe Zahl? Weil jeder REKORD Standort mit selbstständigen Montagepartnern arbeitet. Die rechnen unterschiedlich ab, teils nach Laufmeter, teils pauschal. Was bei dir anfällt, steht in deinem Angebot.
Für unser Beispielhaus rechnen wir mit rund 980 Euro pro Fenster, fertig eingebaut. Wir rechnen bewusst knapp: Am oberen Ende der Spannen wären es rund 1.300 Euro pro Fenster. Macht bei 14 Fenstern etwa 13.700 Euro.
Quelle: REKORD Fenster, Fenster- und Montagekosten auf Basis abgerechneter Projekte.
Alle Preise in diesem Artikel verstehen sich brutto, also inklusive 20 % Mehrwertsteuer.
→ Was kosten Fenster und Türen?
Was dich ein weiteres Jahr warten kostet
| Posten | Betrag |
|---|---|
| Der Fenstertausch wird teurer (rund 5 %) | 685 € |
| Höhere Heizkosten – alte Einfachverglasung | 1.000 – 1.200 € |
| Höhere Heizkosten – Zweifachverglasung (90er) | 560 – 790 € |
| Summe – alte Einfachverglasung | 1.685 – 1.885 € |
| Summe – Zweifachverglasung (90er) | 1.245 – 1.475 € |
Das sind rund 150 Euro pro Monat, bei Zweifachverglasung rund 115 Euro. Für nichts.
Was dich das bisherige Warten schon gekostet hat
Zahlen mit vielen Nullen sagen oft wenig. Deshalb rechnen wir es anders um.
Ein Fenster kostet in unserem Beispiel rund 980 Euro, fertig eingebaut. Und jetzt schau dir an, was das Warten kostet. Hier rechnen wir rückwärts mit den tatsächlichen Preisen von damals, nicht mit der vorsichtigen Prognose von oben:
| Wie lange gewartet | Was es gekostet hat | Das wären gewesen |
|---|---|---|
| 2 Jahre (seit Mai 2024) | rund 4.100 € | gut vier Fenster |
| 3 Jahre (seit 2023) | rund 5.100 € | fünf Fenster |
Steckt bei dir Zweifach-Isolierglas aus den 90er-Jahren, fallen die Heizkosten niedriger aus: rund 3.300 Euro für zwei Jahre und rund 3.900 Euro für drei Jahre. Das sind immer noch gut drei bis knapp vier Fenster.
Anders gesagt: Wer im Mai 2024 überlegt hat und seither wartet, zahlt heute 12,7 % mehr fürs Fenster. Das sind rund 1.740 Euro. Dazu kommen zwei Winter Heizkosten. Macht rund 4.100 Euro – dafür hätte er sich gut vier Fenster einbauen lassen können. Bei einem Haus mit 14 Fenstern ist das gut ein Viertel.
Und jedes weitere Jahr, das du wartest, kostet dich rund 1.800 Euro dazu.
Annahmen: 14 Kunststofffenster weiß, im Schnitt rund 1,4 m² groß, inklusive Einbau rund 13.700 Euro brutto. Preissteigerung von rund 5 % pro Jahr – vorsichtig gerechnet, in den letzten zwei Jahren waren es gut 6 %. Die Rückblick-Tabelle rechnet dagegen mit den tatsächlichen Listenpreisen: 12,7 % für zwei und 11,0 % für drei Jahre, jeweils mit dem oberen Wert der Heizkostenspanne. Die Preissteigerung ist jeweils auf die Gesamtsumme inklusive Montage gerechnet, weil auch die Lohnkosten gestiegen sind. Heizkosten wie oben gerechnet, also auf Basis alter Einfachverglasung. Die Zweifach-Variante rechnet mit Uw rund 2,8 und 400 bis 450 Liter Heizöl im Jahr. Je nach Fenstertyp und Abmessungen kann die Zahl der Fenster abweichen. Dein Preis hängt von Größe, Ausführung und Einbausituation ab.
Was daran wichtig ist
Der Fensterpreis ist dabei der kleinere Posten. Gut 60 bis 70 % entfallen auf die Heizkosten, die du dir mit besseren Fenstern sparen könntest. Das ist Geld, das jeden Winter durchs alte Fenster geht.
Dazu kommt bei allen, die schon länger warten, die verpasste Förderung. Der Sanierungsbonus war mit 30 % der Kosten gedeckelt: Bei unserem Beispielhaus wären das rund 4.100 Euro gewesen. Also vier Fenster. Die hat es bis Februar 2026 gegeben.
Die Formel für deine eigene Rechnung
Wenn du überlegst, auf eine mögliche Förderung zu warten, hilft dir diese Faustformel:
Förderung × Wahrscheinlichkeit, dass du sie bekommst > Preissteigerung + höhere Heizkosten + Reparaturen an den alten Fenstern
Grob gerechnet: Ein Jahr warten kostet dich rund 1.800 Euro. Dazu kommen 100 bis 300 Euro, die du jedes Jahr fürs Nachjustieren, für neue Dichtungen und für Provisorien zahlst. Macht rund 1.900 bis 2.100 Euro, die eine Förderung erst einmal aufwiegen müsste. Bei zwei Jahren sind es schon 3.800 bis 4.200 Euro. Und jetzt der Punkt, den viele übersehen: Sicher ist die Förderung nicht. Gibst du ihr eine Chance von 50 %, müsste sie rund 4.000 Euro bringen, damit sich ein einziges Jahr warten überhaupt rechnet. Zum Vergleich: Der alte Sanierungsbonus hätte bei unserem Beispielhaus rund 4.100 Euro gebracht. Selbst wenn er 2027 genau so zurückkommt, bleibt unterm Strich ein Nullsummenspiel. Angekündigt ist aber ein Finanzierungszuschuss, also eine Unterstützung bei den Zinsen. Kein Geld aufs Konto.
Studie: Wann rechnet sich der Tausch fürs Klima?
Ein Einwand kommt immer wieder: „Neue Fenster herstellen kostet doch auch Energie.” Stimmt. Die Frage ist nur, wie schnell sich das ausgleicht.
Dazu gibt es eine aktuelle Untersuchung. Das ift Rosenheim hat im März 2026 nachgerechnet, im Auftrag des Verbands Fenster + Fassade. Die Frage: Wie lange dauert es, bis der Energieaufwand für Herstellung und Einbau wieder drin ist?
| Heizsystem | Energie wieder drin nach | CO₂ wieder drin nach |
|---|---|---|
| Erdgas oder Heizöl | 2 – 4 Jahre | 1 – 3 Jahre |
| Fernwärme | 4 – 7 Jahre | 2 – 3 Jahre |
| Wärmepumpe | 6 – 11 Jahre | 3 – 5 Jahre |
Bei alten Einfachglas-Fenstern holst du besonders viel raus: rund 270 bis 290 kWh Heizwärme pro Quadratmeter Fensterfläche und Jahr. Über die typische Lebensdauer von 50 Jahren übersteigen die Einsparungen den Aufwand um ein Vielfaches.
Was das für dich heißt: Die Studie hat sich gezielt alte Fenster angeschaut – Einfachverglasung, Verbund- und Kastenfenster, ältere Isoliergläser. Genau die stecken in den meisten österreichischen Häusern. Und genau da rechnet sich der Tausch am schnellsten.
Quelle: ift Rosenheim / VFF, März 2026.
→ Fenster sanieren – lohnt sich der Fenstertausch?
Wie dringend ist es bei dir?

In vielen österreichischen Häusern stecken noch Fenster aus den 70er-, 80er- und 90er-Jahren. Wenn das auf dich zutrifft, ist die Antwort eindeutig: Jeder Winter, den du noch wartest, kostet dich Geld.
| Zustand der Fenster | Was das heißt |
|---|---|
| Zugluft, Kondenswasser oder Wassereintritt | Sofort handeln, hier läuft dir Geld davon |
| Über 25 Jahre, Uw über 2,0 W/m²K | Tausch zahlt sich aus, je früher desto mehr |
| 15 – 25 Jahre, funktionieren noch | Prüfen lassen, oft schlechter als gedacht |
| Unter 15 Jahre, Dichtungen gut | Noch Zeit, aber Wartung nicht vergessen |
Der Uw-Wert zum Einordnen
Der Uw-Wert sagt dir, wie viel Wärme durchs ganze Fenster verloren geht. Glas plus Rahmen. Je niedriger, desto besser.
| Fenstertyp | Uw-Wert (W/m²K) | Bewertung |
|---|---|---|
| Einfachverglasung, Verbund- und Kastenfenster (bis ca. 1980) | ca. 4,5 – 5,0 | Sofort handeln |
| Zweifach-Isolierglas ohne Beschichtung (80er/90er) | ca. 2,6 – 3,0 | Tausch zahlt sich aus |
| Wärmeschutzglas zweifach (ab ca. 2000) | ca. 1,1 – 1,4 | Tausch prüfen |
| Dreifachverglasung (modern) | ca. 0,7 – 0,9 | Top, kein Bedarf |
Merksatz: Je höher der Uw-Wert, desto mehr Wärme geht verloren.
Den Wert findest du oft direkt am Rahmen oder in den Unterlagen vom Hersteller.
Klare Anhaltspunkte
- Zugluft und kalte Zonen am Fenster
- Kondenswasser an der Scheibe oder an der Laibung (das Mauerwerk rund ums Fenster)
- Fenster, die schwer schließen oder verzogen sind
- Jedes Jahr Geld für Provisorien (Notlösungen) und Nachjustieren
- Störender Lärm von Straße oder Bahn
Was du sofort gewinnst

Der Tausch bringt dir nicht nur niedrigere Heizkosten. Sondern auch:
Spürbar mehr Komfort. Keine Zugluft, keine kalten Ecken, wärmere Oberflächen. Das merkst du ab dem ersten Tag.
Weniger Kondensat (Kondenswasser). Warme Innenoberflächen und dichte Anschlüsse senken das Risiko für Feuchte und Schimmel.
Ruhe. Mit Schallschutzverglasung bis 45 dB hörst du von der Straße kaum noch etwas.
Einbruchschutz. Auf Wunsch bis Widerstandsklasse RC 2 (geprüfte Sicherheitsausstattung).
Angenehmere Sommer. Mit Sonnenschutzglas und Raffstore bleibt es drinnen kühler. Wenn du das gleich mitplanst, ist es günstiger, als später nachzurüsten.
Wertsteigerung. Neue Fenster sind ein sichtbares Signal: Hier wurde investiert.
Tipp: Steht die Fassade ohnehin an? Dann nimm die Fenster gleich mit. Beides in einem Aufwasch ist günstiger, als später noch einmal aufzureißen.
→ Rollläden oder Außenjalousien – was ist besser?
Damit dein Angebot passt

Ein gutes Fenster ist eine Entscheidung für Jahrzehnte. Damit sie sitzt, lohnt sich ein genauer Blick aufs Angebot.
Der niedrigste Preis ist dabei nicht automatisch das beste Angebot. Entscheidend ist die Gesamtleistung aus Produkt, Montage, Service und Garantie.
Worauf es beim Vergleich ankommt:
- Was ist alles dabei? Demontage der alten Fenster (Ausbau), Entsorgung, Fensterbank, Abdichtung
- Welche Ausführung? Rahmenmaterial, Profilausführung, Verglasung, Schallschutz, Sicherheitsausstattung
- Wie wird montiert? Vor allem: Wie wird die Anschlussfuge abgedichtet (der Spalt zwischen Fenster und Mauer)? Ein sauberes Abdichtungskonzept entscheidet, ob es später zieht oder nicht.
- Was ist noch geplant? Sonnenschutz, Insektenschutz, Lüftung
Ein Wort zur Montage: Die beste Fensterqualität bringt wenig, wenn der Einbau nicht passt. Gute Fenster plus schlechte Montage ergibt ein mittelmäßiges Ergebnis. Das ist wie ein g’scheites Auto mit platten Reifen.
→ Angebote von Fenstern richtig vergleichen
Dein nächster Schritt

Je nachdem, wie konkret du schon bist:
Preis abschätzen. In fünf Minuten weißt du, was der Tausch bei dir ungefähr kostet. Ohne Haken.
Beratung und Aufmaß. Eine ehrliche Einschätzung deiner alten Fenster, direkt bei dir vor Ort.
→ Standort in deiner Nähe finden
Dazu bekommst du bei uns 20 Jahre Hersteller-Garantie, kurze Lieferzeiten ab 9 Tagen und die Best-Preis-Garantie.
Häufige Fragen
Alles deutet darauf hin. Bei uns sind die Preise in den letzten zwei Jahren durchgehend gestiegen: Kunststofffenster wurden von März 2025 bis Mai 2026 um rund 10 % teurer, allein 2026 gab es zwei Erhöhungen. Das war die REKORD-Entwicklung, im Markt zeigt die Richtung aber genauso nach oben. Ob und wie stark es weitergeht, kann niemand garantieren. Die Kostenfaktoren dahinter – Material, Energie, Löhne – bewegen sich weiter nach oben.
Ein Jahr warten kostet dich bei einem Einfamilienhaus mit 14 Kunststofffenstern rund 1.800 Euro. Davon entfallen etwa 685 Euro auf die Preissteigerung und 1.000 bis 1.200 Euro auf Heizkosten, die du dir mit neuen Fenstern sparen würdest. Das sind rund 150 Euro im Monat. Von dem Geld kannst du dir knapp zwei Fenster einbauen lassen. Steckt bei dir schon Zweifach-Isolierglas aus den 90er-Jahren, sind es rund 1.245 bis 1.475 Euro im Jahr.
Eine Bundesförderung gibt es 2026 nicht mehr. Der Sanierungsbonus wurde am 2. Februar 2026 gestoppt, im Juli 2026 waren auch die Mittel für den Kesseltausch aufgebraucht. Die Registrierung für die Sanierungsoffensive 2026 ist damit beendet. Landesförderungen laufen unabhängig davon weiter und unterscheiden sich je nach Bundesland.
Eine Förderung für 2027 ist möglich, aber nicht zugesagt. Für die Sanierungsoffensive 2027 sind wieder 360 Millionen Euro geplant, davon 181 Millionen für die thermisch-energetische Sanierung. Ob der Fenstertausch als Einzelmaßnahme enthalten ist und zu welchen Bedingungen, ist eher ausgeschlossen.
Das hängt vom Zustand deiner Fenster ab. Ein Jahr warten kostet dich bei einem Haus mit 14 Fenstern rund 1.800 Euro an Preissteigerung und höheren Heizkosten. Sind deine Fenster sehr alt und undicht, rechnet sich Warten deshalb meist nicht. Ob der Fenstertausch 2027 überhaupt gefördert wird, ist offen.
Bei 20 m² Fensterfläche sparst du bis zu 700 Liter Heizöl pro Jahr. Das sind bei aktuellen österreichischen Preisen 1.000 bis 1.200 Euro jährlich. Gerechnet ist das von alten Einfachglas-Fenstern aus den 70er- und 80er-Jahren (Uw rund 4,5 W/m²K) auf moderne Dreifachverglasung mit Uw 0,73. Stecken bei dir schon Zweifach-Isoliergläser aus den 90er-Jahren, sind es rund 400 bis 450 Liter. Bei einer Wärmepumpe fällt die Ersparnis geringer aus.
Ein Fenstertausch lohnt sich, wenn deine Fenster älter als 25 Jahre sind oder der Uw-Wert über 2,0 W/m²K liegt. Auch Zugluft, Kondenswasser oder undichte Stellen sind klare Anzeichen. Je früher du tauschst, desto mehr Heizkosten sparst du dir – und desto weniger zahlst du für die Fenster selbst.
Bei Heizöl und Erdgas ist der Energieaufwand für Herstellung und Einbau schon nach 2 bis 4 Jahren wieder eingespart. Bei Fernwärme nach 4 bis 7 Jahren, bei Wärmepumpen nach 6 bis 11 Jahren. Das zeigt eine Studie des ift Rosenheim vom März 2026. Beim CO₂ geht es noch schneller.
Der Uw-Wert gibt an, wie viel Wärme durch das ganze Fenster verloren geht – Glas und Rahmen zusammen. Die Einheit ist W/(m²K). Je niedriger der Wert, desto besser dämmt das Fenster. Moderne Dreifachverglasungen liegen bei 0,7 bis 0,9, alte Einfachverglasungen bei 4,5 bis 5,0.
Quelle: klimaaktiv, Factsheet Fenstereinbau und Fenstertausch.
Ein Kunststofffenster in Standardgröße kostet je nach Ausführung 540 bis 840 Euro, dazu kommen 240 bis 480 Euro für den Einbau. Macht rund 780 bis 1.320 Euro pro Fenster. Für ein Einfamilienhaus mit 10 bis 15 Fenstern liegt der Rahmen damit bei etwa 7.800 bis 19.800 Euro. Alle Werte brutto, inklusive 20 % Mehrwertsteuer. Den genauen Preis für dein Projekt bekommst du über den Preisrechner.
Für ein Standardfenster liegen die Einbaukosten bei 240 bis 480 Euro brutto. Darin enthalten sind Demontage der alten Fenster, Montage, Entsorgung, Abdeckleisten und Lieferung. Extras wie Verputzen oder das Ausbessern der Laibung kommen dazu. Die genauen Kosten unterscheiden sich je nach Standort und Projekt, weil jeder Montagepartner anders abrechnet.
Kurz zusammengefasst
- Fenster werden nicht billiger. Sie sind in den letzten Jahren durchgehend teurer geworden – allein schon wegen der Löhne.
- Der größere Posten sind aber die Heizkosten. Sie laufen jeden Monat weiter.
- Zusammen kostet ein Jahr warten bei einem Haus mit 14 Fenstern rund 1.800 Euro. Dafür kriegst du knapp zwei Fenster.
- Eine Bundesförderung gibt es 2026 nicht mehr. Für 2027 ist ein Topf von 181 Millionen Euro geplant, ob der Fenstertausch dabei ist, bleibt offen.
- Warten auf diese Förderung ist eine Wette. Und sie kostet dich in der Zwischenzeit rund 1.800 Euro im Jahr.
- Sind deine Fenster über 25 Jahre alt oder liegt der Uw-Wert über 2,0, rechnet sich der Tausch. Und zwar umso mehr, je früher du ihn machst.
- Nach allem, was wir sehen, ist der Preis von heute der günstigste, den du noch bekommst.
Quellen
- ift Rosenheim / Verband Fenster + Fassade (März 2026): Studie „Graue Energie und Graue Emissionen von Fenstern im Vergleich zum Einsparpotential”
- klimaaktiv.at: Factsheet Fenstereinbau und Fenstertausch im Rahmen einer Sanierung
- HeizOel24 / Arbeiterkammer Kärnten (Stand April 2026): Marktbeobachtung Heizölpreise Österreich
- Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz (BMLUK), Aussendung vom 10.07.2026: Sanierungsoffensive 2026 beendet, Budget und Aufteilung 2027
- Bundesministerium / KPC: Sanierungsbonus, Stopp per 02.02.2026
- REKORD Fenster: interne Preisentwicklung Standardfenster 1.000 × 1.300 mm, Mai 2024 bis Mai 2026; Fenster- und Montagekosten auf Basis abgerechneter Projekte




