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Faktoren

Die Wärmeschutzfähigkeit des Fensters ist eines seiner wichtigsten Eigenschaften. Folgende Faktoren beeinflussen den Wärmeschutz, welche als Einheit zu sehen sind.

Rahmenwerkstoff/Profilsystem
Die Fähigkeit warme Luft innen von der kalten Luft außen, oder umgekehrt, zu trennen bestimmt sich aus der Wärmeleitzahl des verwendeten Materials. Da Luft eine besserer Wärmeleitzahl als PVC besitzt, besitzen die Profilesysteme mehrere Hohlkammern, die die verschiedenen Luftschichten voneinander trennen.
Ab drei Kammern erhöht sich die Wärmeschutzfähigkeit U-Wert nicht mehr signifikant. Ob zwei oder drei Dichtungen verwendet werden, hat keinen entscheidenden Einfluß auf den Luftdurchgang (a-Wert), sehr wohl aber auf den Schallschutz.

Verglasung

Der größte Teil des Fensters besteht aus Glas. Beim Isolierglas wird das gleiche Prinzip wie beim Rahmenprofil angewandt. Die Glasscheiben werden jedoch mit wärmedämmenden Gasen getrennt.
Sind große Fensterflächen nach Süden gerichtet, so kann es zum sogenannten Treibhauseffekt kommen, hierbei kommt es durch die durch das Fensterglas transmittierte Wärmestrahlung zu einer ungewünschten Aufheizung des Wohnraumes, Abhilfe dagegen schaffen Sonnenschutzgläser, Jalousien, Balken oder natürliche Beschattungen.
Allgemein kann gesagt werden je besser der Wärmeschutz desto geringer die Lichtdurchlässigkeit.

Montage/Maueranschluss
Zur Abdichtung zum Mauerwerk werden zumeist Polyurethanschaum sowie Dichtbänder verwendet. Der richtige Einbau ist wichtig, damit der Fensteranschluß richtig abdichtet. Ist dies nicht der Fall, so entstehen hier Kältebrücken, die Folge davon ist Schwitzwasserbildung und Schimmelflecken. Eine Anleitung zum richtigen Fenstereinbau finde Sie im Menüpunkt Montage

Wärmeübergang

Der Wärmeübergang kann durch folgende Arten erfolgen:
  • Wärmeleitung: Darunter versteht man die Wärmeübertragung innerhalb eines Stoffes.
  • Wärmestrahlung: Sie findet zwischen zwei frei gegenüberliegenden Flächen mit verschiedenem Temperaturniveau statt. Der wärmere Körper gibt Wärmestrahlung ab (Emission) und der kältere Körper nimmt Wärmestrahlung auf (Absorption).
Wärmeleitfähigkeit von Materialien
Material Wärmeleitfähigkeitswert [W/mk]
Ruhende Luft 0,026
PVC-hart 0,160
Holz (lufttrocken) bis 0,170
Glas 0,810
Aluminium 204
Kupfer 384

Isolierglas / Niedrigenergiefenster

Funktion eines Wärmeschutzglases
Ein Teil der im Raum vorhandenen Wärme geht durch das Isolierglas auf drei verschiedene Arten verloren. Ca. 1/3 geht durch Leitung und Konvektion, der Rest geht durch Strahlung verloren. Bei der Optimierung eines Isolierglases im Hinblick auf den Wärmedurchgang wird der Wärmetransport infolge aller drei genannten Prozesse vermindert.

Zur Reduzierung der Strahlung wird eine hochwertige Wärmefunktionsschicht am innerseitigen Floatglas aufgebracht. Diese Wärmefunktionsschicht reflektiert die Wärme wieder zurück in den Raum. Außerdem bleibt die als Sonneneinstrahlung durch die Verglasung gelangte und in Wärmestrahlung umgewandelte Energie im Raum und trägt zu dessen Heizung bei. Durch den Einsatz von Gasfüllungen wird die Wärmeleitung und Konvektion verringert. Das Edelgas Argon hat eine um 1,5 fach bessere Wärmedämmfähigkeit als Luft.

Was heißt Wärmedämmung, U-Wert ?
Aus beheizten Wohnungen und Wohnhäusern geht immer Wärme über die Außenwände verloren. Ein Maß für die Wärmedurchlässigkeit ist der sogenannte U-Wert. Je kleiner der U-Wert ist, desto besser ist die Wärmedämmung des Baustoffes.

Gläser und Fenster waren früher immer die Schwachstellen der Wärmedämmung. Isoliergläser der ersten Stunde erreichten bestenfalls einen U-Wert von 3,0 W/m2K, Einfachverglasungen nur 5,8W/m2K. Heute werden standardmäßig beschichtete Isoliergläser verwendet die U-Werte von 1,1W/m2K bis 0,5W/m2K erreichen. Damit ist Glas vom Wärmeverschwender zu einem der größten Energiesparer geworden.


Solarer Energiezugewinn, g-Wert?
Durch Glas kann die Sonne scheinen, diese Eigenschaft hat Glas allen Bauteilen voraus. Durch diesen Effekt heizt die Sonne zum Nulltarif mit. Ein Maß dafür ist der sogenannte g-Wert. Was im Winter von Vorteil ist, kann im Sommer ein Nachteil sein. Energiegewinn durch Sonnenaufheizung bedeutet Aufheizung. Deshalb ist eine hohe Wärmedämmung und ein nicht zu hoher g-Wert bei den allermeisten Anwendungen der richtige Weg.

Schalldämmung?
Die in dB gemessene Schalldämmung gibt an, wie viel Schallenergie von der ursprünglichen Schallenergie durchgelassen werden. Bei einer Dämmung von 10dB wird 1/10, bei 20dB1/100 der ursprünglichen Schallenergie durchgelassen.

Isolierglas mit dem Kunststoffabstandhalter
Der herkömmliche Aluminiumabstandhalter kann gegen Aufpreis durch einen Kunststoffabstandhalter ersetzt werden. Dieser neue Abstandhalter verhindert die durch die Aluminiumabstandhalter entstandene Wärmebrücke, dadurch steigt die Oberflächentemperatur am Glasrand. Dieser Umstand reduziert zeitweißes Auftreten von Kondenswasser an den Rändern.

Dichtungen
Dichtungen sind ein wesentlicher Faktor für den Wärmeschutz eines Fensters, sie verhindern den unkontrollierten Luftaustausch zwischen Innen- und Außenseite durch Stock und Flügel bzw. Flügel und Glas.
Zum Abdichten der Kunststoffenster und Türen werden Elastomerprofile eingesetzt. Für schwarze und graue Dichtungen wird EPDM verwendet
( E thylen, P ropylen, D ien, M ...gesättigte Kette)

Diese Materialien haben folgende Qualitätsmerkmale:

  • Dauerelastizität im Bereich von -30 °C bis +100 °C
  • hervorragende Widerstandsfähigkeit gegen atmosphärische Einflüsse wie Ozon, UV-Strahlung, Wärme, Feuchtigkeit usw.
  • hohe Alterungsbeständigkeit
  • weitgehende Beständigkeit gegen Säuren, Laugen, Treibstoffe, Öle und eine Vielzahl anderer aggressiver Chemikalien.

Im Bereich zwischen Rahmen und Flügel werden bei Fenstern und Türen Schlauchdichtungen eingesetzt. Diese besitzen ein sehr hohes Rückstellungsvermögen. Die Schlauchdichtung ist als geschlossener Querschnitt ausgelegt.

Wird der Fenster- oder Türflügel geschlossen, so wird der Luftpolster in der Schlauchdichtung zusammengepreßt und die Dichtheit zwischen den Profilen ist gewährleistet.

Wird der Flügel geöffnet, dehnt sich die komprimierte Luft wieder aus, und die Schlauchdichtung nimmt ihre ursprüngliche Form wieder an. Diese Eigenschaft garantiert eine lange Lebensdauer.

Die verwendeten Dichtungen entsprechen EN 10204 und weisen hervorragende physikalische Eigenschaften auf.

Glas-Technik
Isolierglas besteht aus zwei Floatglasscheiben, die jeweils durch einen hermetisch abgeschlossenen und getrockneten Zwischenraum voneinander getrennt sind. Aus diesem Grund werden die beiden Glasscheiben mit einem gebogenen Aluminiumprofil (Abstandhalter) auf den gewünschten Abstand gebracht.
Der Isolierglasrandverbund besteht aus einem zweistufigen Dichtsystem:

  • Eine auf beiden Seitenflächen des Abstandhalters aufextrudierte und rundum geschlossene Butylschnur dient als Wasserdampfdiffusionssperre. Sie hat die vorrangige Aufgabe, die Einheit vor dem Eindringen von Luftfeuchtigkeit zu schützen.
  • Die Polysulfiddichtung, die über dem Aluminiumprofilrücken satt und blasenfrei aufgebracht wird, hat folgende Aufgaben zu erfüllen:
  1. Das dauerhafte Verbinden der zwei Scheiben, indem der Dichtstoff eine chemische Verbindung mit den Glasoberflächen am Scheibenrand eingeht.
  2. Luftdichtes Verschließen der Einheit, d.h. den Scheibenzwischenraum hermetisch dicht abzuschließen.
    Dieser dauerelastische Verbund nimmt die Beanspruchungen aus Sog-, Druck-, Scher- und Temperaturbewegungen auf.

Durch die Füllung des Hohlraumes der Aluminiumprofile mit Trockenmittel (Molekularsieb) wird die Luft im Scheibenzwischenraum auf eine Taupunkttemperatur von < -60 °C abgetrocknet. Eine weitere Aufgabe des Trockenmittels ist das Absorbieren von am Randbereich eindiffundierendem Wasserdampf.

Der Wärmedämmeffekt von Isolierglas beruht primär auf der isolierenden Wirkung von der im Scheibenzwischenraum eingeschlossenen Luft. Der U-Wert der Isolierglaseinheit ist im wesentlichen von der Breite des Scheibenzwischenraumes und nur sekundär von der Glasdicke abhängig.